Ich wünsche mir die Gelassenheit,
die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut,
die Dinge zu verändern, die veränderbar sind,
und die Weisheit,
das eine vom anderen zu unterscheiden.
Friedrich Christoph Oetinger
That's me
Mein Name ist Conny und ich komme aus dem grünen Herzen Österreichs - der Steiermark. In meiner Familie bin ich als kreativer Kopf bekannt. Fotografiert hab ich schon immer gerne - früher war das leider ein sehr kostspieliges Hobby. Im digitalen Zeitalter hat sich diesbezüglich viel gewandelt. Seitdem ich eine Spiegelreflexkamera mein eigen nenne, bemühe ich mich darum dieses tolle "Instrument zu spielen" und freue mich immer wie ein Schneekönig, wenn ich Momente einfangen kann, die ansonsten nur in meiner Erinnerung existieren würden. Neben künstlerischen Zeitvertreiben wie malen, basteln, halte ich mich gerne in der Natur auf, liebe das Wandern in den Bergen (und die Tatsache dem Himmel so nah zu sein) und interessiere mich für Naturwissenschaften, was auch letztendlich meine Berufswahl zur Chemieingenieurin erklärt.
Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist,
habe ich beschlossen glücklich zu sein!
Voltaire
Was mir aber am meisten Freude bereitet sind Tiere - vor allem Pferde. Schon immer begeisterten mich diese kraftvollen anmutigen Geschöpfe mit dem sanften Blick und den weichen Nüstern. Seit ich denken kann, wollte ich reiten lernen und ein eigenes Pferd haben. Meine Eltern ermöglichten mir meine ersten Reitversuche und unterstützten mich dabei, soweit es ihnen möglich war. Jede freie Minute verbrachte ich im Stall und verdiente mir einen Großteil meiner Reitstunden mit Ausmisten. In dieser Zeit wurde ich relativ sattelfest und erfüllte mir schließlich den Traum vom eigenen Pferd, welcher leider aufgrund schwerer Sprunggelenksathrosen der Vierbeiners bald ausgeträumt war.
Dieses Pferd - ein Araber - bekam noch eine Reiterei zu spüren, die ich heute als tierschutzwidrig ansehe. Obwohl man sie landein landaus zu sehen bekommt, sie als alltäglich hinnimmt, verliert sie dadurch weder an Schrecken noch an Falschheit: eine von körperlicher Gewalt dominierte Reiterei unterstrichen vom Ehrgeiz irgendwann auf Turnieren vor den Augen der Richter zu bestehen. Tragisch, zu wie viel Härte und Ignoranz man ein Kind/einen Teenager bringen kann, wenn es darum geht ein Pferd zu beherrschen. Unzählige Szene haben sich eingebrannt, die ich wohl mein Leben lang nicht mehr vergessen werde und weder mir noch anderen verzeihen kann. Reiten war für mich Kraftsport ohne Rücksicht auf das Lebewesen Pferd und ich hielt das für völlig normal.
Ganze Weltalter voller Liebe werden notwendig sein,
um den Tieren ihre Dienste und Verdienste an uns zu vergelten.
Christian Morgenstern
Jahre später hielt ein 2-jähriger Haflinger Einzug in mein Leben. Nach dem Motto: "Junges Pferd - was tun?" setzte ich mich nun erstmals näher mit dem Wesen des Pferdes auseinander. Ich verschlang Bücher und Texte rund um Pferdeerziehung und kam damals erstmals mit dem Natural Horsemanship in Berührung. Für mich seinerzeit ein Meilenstein und eine völlig neue Herangehensweise ans Pferd. Das Konzept erschien mir schlüssig und vielversprechend.
Nachdem es rundherum niemanden gab, der diese Philosophie mit dem Pferd lebte, lernte ich vor allem autodidakt, indem ich Gelesenes in die Praxis umsetzte und aus den Erfahrungen meine Schlüsse zog. Ich war überwältigt, wie gut sich doch Missverständnisse vermeiden ließen, und wir Schritt für Schritt eine immer größere Vertrauensbasis erlangten. Turnierambitionen rückten in die Ferne. Es machte mir Freude meine Freizeit mit ihm um "seinetwillen" zu teilen. Bodenarbeit, Zirkuslektionen und Kutschenfahren ebneten den Weg zum zuverlässigen Reitpferd und er duldete mich vertrauensvoll auf seinem Rücken. Aufgrund meiner veränderten Lebensumstände und aus Sorge ihm nicht mehr weiterhin gerecht werden zu können, fand ich es fairer mich von ihm zu trennen. Also verkaufte ich ihn.
Weine nicht, weil es vorbei ist,
sondern lächle, weil es so schön war.
G.G. Márquez
Dinah und der Hula Hoop Reifen
Viele Jahre vergingen ohne Pferd - Jahre in denen ich meine Ausbildung vollendete und sesshaft wurde. Schließlich wurde der Wunsch immer größer, wieder an alte Zeiten anzuknüpfen, und völlig unerwartet tratt meine Haflingerstute Dinah in mein Leben, und stellte meine für mich bis dahin als Non-plus-Ultra-geltende Standpunkte auf den Kopf.
Sie bewegte mich weiterzusuchen. Sie ist es, die mir zum Lebewesen Pferd einen völlig neuen Zugang verschafft hat. Sie fordert und fördert mich jeden Tag aufs neue, verlangt mir all die Tugenden ab, denen ich früher keinen Wert zumaß. Ihr ist diese HP gewidmet. Es ist oft alles andere als einfach mit ihr: die Kombination aus Haflingereigensinn und dem Temperament und der "Hitzigkeit" eines Arabers verlangt einem mehr ab, als man manchmal für möglich halten würde, aber wenn sie nicht so wäre, wie sie ist, dann befände ich mich im Hinblick auf das Zusammensein mit Pferden wohl noch im Mittelalter und würde es nicht für notwendig erachten in erster Linie an mir selber zu arbeiten, Dogmen in Frage zu stellen und vor allem nie aufhören zu hinterfragen...
Wer glaubt, etwas zu sein, hat aufgehört, etwas zu werden.
Sokrates